70. Orgelstudienfahrt

am Freitag, dem 27. Mai 2022

Tages-Orgelfahrt ins Siebengebirge

Unter der Leitung von Hans Uwe Hielscher findet am Freitag, dem 27. Mai 2022, die bereits für Mai 2020 angekündigte Orgel-Tagesfahrt statt. Sie führt uns in die durch waldige Hügel geprägte rechtsrheinische Landschaft des Siebengebirges, eines der ältesten Naturparks Deutschlands. Dieses Gebiet südöstlich von Bonn grenzt zwar unmittelbar an den Westerwald, wird aber bereits zum unteren Mittelrheingebiet gezählt.

Klais

Unser erstes Ziel an diesem Morgen ist die romanische Doppelkirche St. Maria und St. Clemens in Schwarzrheindorf, einem rechtsrheinischen Ortsteil von Bonn im Stadtbezirk Beuel, am Rheinufer gelegen. Die doppelstöckige Kirche gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern und Sehenswürdigkeiten in Bonn. Die barocke Orgel in der Oberkirche wurde 1728 von der Hunsrücker Werkstatt der Gebrüder Stumm erbaut.

Mittags erreichen wir nach wenigen Kilometern Siegburg, Kreisstadt und Verwaltungssitz des Rhein-Sieg-Kreises. Namensgeber der Stadt ist die Sieg, die westlich von Siegburg in den Rhein mündet. Am Marktplatz mitten in der Stadt, unterhalb der Klosterkirche auf dem Michaelsberg, erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Servatius.

Der Chor der mächtigen Kirche erinnert an die hochgotische Architektur des Kölner Doms und enthält bedeutende mittelalterliche Kunstwerke. Die große Orgel wurde in ihrer jetzigen Konzeption 1990 von der Bonner Werkstatt Klais umgebaut, enthält aber einen Großteil der Pfeifen von zwei Klais-Vorgängerorgeln aus den Jahren 1894 und 1930.

Das Instrument, dem 1995 noch ein Echowerk hinzugefügt wurde, umfasst 46 Register und weist in seiner Disposition sowohl Elemente des romantischen Orgelbaus des ausgehenden 19. Jahrhunderts als auch Einflüsse der neobarocken Orgelbewegung (um 1930) auf.

Klais

Nach einer Mittagspause in der City von Siegburg fahren wir weiter ins nahe Hennef. Die Stadt liegt an der Sieg zwischen dem Bergischen Land und dem Westerwald. In der im neugotischen Stil erbauten Pfarrkirche St. Simon und Judas hören wir eine in der ganzen Region bekannte klangschöne Orgel, die 2006 von der österreichischen Werkstatt Rieger erbaut wurde.

Rieger

Die kunsthistorischen Führungen wird in bewährter Weise wieder Dekan Peter Nicola (Salem) übernehmen.