70. Orgelstudienfahrt

Diese für 2020 vorgesehene Orgelfahrt wird verschoben auf den 14. Mai 2021 (Änderung möglich).

Tages-Orgelfahrt ins Siebengebirge

Unter der Leitung von Hans Uwe Hielscher findet am Freitag, dem 14. Mai 2021, eine weitere Orgel-Tagesfahrt statt. Sie führt uns in die durch waldige Hügel geprägte rechtsrheinische Landschaft des Siebengebirges, eines der ältesten Naturparks Deutschlands, von Vulkanen geprägt. Dieses Gebiet südöstlich von Bonn grenzt zwar unmittelbar an den Westerwald, wird aber bereits zum unteren Mittelrheingebiet gezählt.

Klais

Unser erstes Ziel an diesem Morgen ist die romanische Doppelkirche St. Maria und St. Clemens in Schwarzrheindorf, einem rechtsrheinischen Ortsteil von Bonn im Stadtbezirk Beuel, am Rheinufer gelegen. Die doppelstöckige Kirche gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern und Sehenswürdigkeiten in Bonn. Die barocke Orgel in der Oberkirche wurde 1728 von der Hunsrücker Werkstatt der Gebrüder Stumm erbaut.

Mittags erreichen wir nach wenigen Kilometern Siegburg, Kreisstadt und Verwaltungssitz des Rhein-Sieg-Kreises. Namensgeber der Stadt ist die Sieg, die westlich von Siegburg in den Rhein mündet. Am Marktplatz mitten in der Stadt, unterhalb der Klosterkirche auf dem Michaelsberg, erhebt sich die katholische Pfarrkirche St. Servatius. Der Chor der mächtigen Kirche erinnert an die hochgotische Architektur des Kölner Doms und enthält bedeutende mittelalterliche Kunstwerke. Die große Orgel wurde in ihrer jetzigen Konzeption 1990 von der Bonner Werkstatt Klais umgebaut, enthält aber einen Großteil der Pfeifen von zwei Klais-Vorgängerorgeln aus den Jahren 1894 und 1930.

Das Instrument, dem 1995 noch ein Echowerk hinzugefügt wurde, umfasst 46 Register und weist in seiner Disposition sowohl Elemente des romantischen Orgelbaus des ausgehenden 19. Jahrhunderts als auch Einflüsse der neobarocken Orgelbewegung (um 1930) auf.

Nach einer Mittagspause in der City von Siegburg geht unsere Fahrt ins Rheintal hinunter nach Bad Honnef, am rechten Rheinufer und am Fuße des Siebengebirges gelegen. Bekannt geworden ist die Kurstadt u.a. auch durch ihren von Alexander von Humboldt verliehenen Ruf als „rheinisches Nizza“ wegen ihres ganzjährig milden Klimas. Wahrzeichen der Stadt ist die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist am Marktplatz im Zentrum der Stadt. Ihre Orgel wurde 1968 von der Werkstatt Breil erbaut und besteht aus der Hauptorgel im südlichen Querschiff und einer Portalorgel hinter einem Barockprospekt auf einer Seitenempore am Westeingang.

Klais